Anreise mit Hindernissen, ansonsten kommunikatives Toskana-Camping…
Alzey ist nicht weit, da sollte die Anreise am Freitag Mittag recht zügig gehen, aber leider hat jemand davor mal wieder den Gelben Engel gesetzt: Froggys Batterie war total runter, noch nicht mal die Zentralverriegelung wollte mehr funktionieren… Also ADAC anrufen und warten, zum Glück weniger als eine Stunde, dann kommt der freundliche Mechaniker, misst Batterie und Lichtmaschine durch, irgendwas ist da faul. Zum Glück ist die Ladespannung ausreichend, sodass er uns überbrückt und in ein ungewisses Wochenende entlässt. Also unterwegs den Motor nicht ausmachen, Su rennt in Mainz schnell durch den Edeka, während Co mit laufendem Motor davor wartet. Ohne Panne kommen wir nach gut einer Stunde Fahrt in Alzey-Weinheim an, den kleinen Campingplatz an einem schönen Weingut hatten wir vor zwei Jahren schon mal auf der Rückreise von irgendwo besichtigt und für gut befunden. Und gut ist er auch, wir haben einen schönen Platz am oberen Ende der Wiese mit Blick in die Hügel und in die Weinberge, ein wenig erinnert das an die Toskana!

Mal schauen, ob der Wagen am Sonntag wieder anspringt, aber erst mal stehen wir hier gut, unterhalten uns bei der obligatorischen Weinprobe im Weingut etwas mit unseren Nachbarn, zwei California-Ehepaare, älter, etwas strange, aber sehr nett. Wir kaufen auch noch je drei Flaschen Wein und Traubensaft, ein kaltes Abendessen gibt es noch vor dem WoMo, war dann doch ein anstregender Tag, schon um 11 fallen wir in das Bett. Herrlicher Schlaf, am nächsten Morgen machen alle anderen Camper Aufbruchshektik und um 11 sind wir fast die einzigen, die noch vor Ihrem Wagen sitzen, in Ruhe die beim kleinen Bäcker gekauften Brötchen frühstücken und den Tag geniessen.

Das Wetter ist heiß und schwül. aber um 3 machen wir uns dann doch mal auf, radeln die 6km nach Alzey rein, schauen uns etwas die Stadt an (die kleine Altstadt ganz nett, drumherum eher „geht so“…) und den einzigen Regenschauer des Tages verbringen wir in einem netten Eiscafe, könnte schlimmer sein. Zurückradeln am frühen Abend ist durch die Hügel gar nicht so smooth, aber irgendwann kommen wir dann doch am Platz an, relaxen kurz, dann werden die Errungenschaften der lokalen Metzgerei gegrillt, sehr lecker. Spontan laden uns die beiden VW-Pärchen ein, zu Ihnen rüber zu kommen und so sitzen wir bis um 11 zusammen, quatschen, lachen, sicherlich ein Graus für unser Umfeld, aber wir haben einen netten Abend. Heute ist es nicht ganz so warm, eine lange Jogger und Socken (in Sandalen!!!) sind unser Outfit, bevor wir um 12 ins Bett fallen.
Der Sonntag morgen weckt uns mit Regenschauern, aber es hilft ja nichts, wir müssen auch los, also unter der Markise frühstücken und allen Nachbarn beim Einpacken und Abreisen zuschauen. Um 11 sind wir die letzten neben den zwei Saisoncampern, die noch am Platz stehen, wir haben etwas Bammel vor dem Anlasen des Wagens: Springt er an oder müssen wir wieder den ADAC rufen? Letztendlich startet Froggy aber wie eine eins und so rollen wir dann auch langsam vom Platz und sind eine gute Stunde später schon wieder daheim. Keine Ahnung, was mit der Batterie los ist, müssen wir mal beobachten…
Fazit und Fakten:
Nur 18 recht großzügige Plätze mit schöner Aussicht, ein sehr sauberes kleines Sanitärgebäude, mit nur je einem Klo für Männlein und Weiblein aber etwas unterdimensioniert. Im Gegensatz zu unseren neuen Freunden fanden wir die Besitzerin sehr nett, das ganze Ambiente passend und für uns rekord-kommunikativ. 30€ pro Nacht ist inzwischen sehr normal, gerne kommen wir noch mal wieder hierher zurück!