Der 3. Oktober als Feiertag liegt dieses jahr auf einem Donnerstag, das schreit doch nochmal nach einem extra langen Wochenende so kurz vor Saisonende! Die Wettervorhersage ist sehr durchwachsen für die vier Tage und so schwenken wir in der Planung von Franken / Bayern um auf schon wieder Holland, da soll es vergleichsweise trocken bleiben. Die Ecke Roermond ist gesetzt, nicht ganz so weit weg, wir schwanken noch zwischen „De Vogel“ und Kempenhof, beide nicht weit voneinander entfernt, entscheiden uns dann aber für Letzteren, den Vogel machen wir dann mal im nächsten Jahr…
Unkomplizierte Reservierung, auch in Holland hat die Nebensaison deutlich begonnen und tatsächlich gelingt es uns, am Mittwoch schon um 13:30 aufzubrechen, obwohl Co vorher noch im Office war. Der Verkehr auch nur moderat, trotz Feiertag, und so kommen wir in unter fünf Stunden Fahrt nach kurzem Einkaufsstopp beim örtlichen Albert Hein im Kempenhof an.
Freie Platzwahl, wir schauen uns viele Plätze an, besondern im Fokus den Wind, der zwar nicht stark sein soll, bei den Temperaturen aber doch genau den Unterschied machen kann. Am Ende landen wir ganz in der Ecke auf einem „Premium +“ Platz, sehr eiltär, ohne Blick auf weitere Camper, windgeschützt und sehr groß. Der ganze Platz eher parkähnlich, die ca 70 Stellplätze merkt man überhaupt nicht, alles sehr schön und gepflegt angelegt und zumindest um diese Jahreszeit alles andere als eng oder voll…

Einziger Nachteil: Man läuft recht lange bis zum Sanitärhaus, das dafür sehr gut ausgestattet und bei dieser Auslastung größer als nötig. Zusätzlich gibt es einen sehr gemütlichen Aufenthaltsraum mit Sofas und Tischen sowie eine TakeAwayPizzeria, das zweite Standbein der Platzbetreiber. Dort holen wir uns gleich am ersten Abend zwei (sehr leckere) Pizzen und verbringen den Abend vor unserem Froggy.
Wie zu erwarten werden die Nächte ziemlich frisch, anfangs so um die 5 Grad, am Ende leichter Frost, das macht es Abends nicht sehr gemütlich, aber in unserem Van ist es ausreichend warm und im Bett dank doppelter Decke extrem gemütlich. Sobald an den Morgenden die Sonne über die Hecke scheint, also ab 9 Uhr, wird es schnell sommerlich warm und so sitzen wir jeden Morgen im T-Shirt beim Frühstück, völlig ungeplant um diese Jahreszeit. Unterwegs beim Radeln ist es aber doch eher kühl, lange Shirts und Regen-/Windjacke ein Muss, aber deutlich besser als zu erwarten war. Dass es nur sehr wenige Wolken und keinen Tropfen Regen gibt, macht die Sache noch besser…

Su hat eine nervige Erkältung mitgebracht, sodass wir unsere Tage sehr relaxt planen und angehen: Co radelt meist 3 km zum Bäcker in der Morgensonne, ausgiebiges Frühstück und anschliessnedes Chillen in der Sonne und erst an den Nachmittag brechen wir auf zu kurzen, überschaubaren Fahrrad- und Cachertouren in die nähere Umgebung. Objektiv eher unspektakulär, aber uns gefällt es sehr gut, die Kleinstädtchen so typisch holländisch wie nur irgendwas, obwohl keine 10km hinter der deutschen Grenze.
Samstag machen wir eine etwas größere Tour (25km) nach Roermond mit Kurzbesuch im Outlet-Center, wo wir zwar nichts kaufen, uns aber unbegrenzt an den Klischee-Deutschen und sonstigen FOC-Besuchern ergötzen.
Viel zu schnell sind die drei Tage und vier Nächte um und damit wohl auch unsere Camping-Saison: Am nächsten Wochenende müssen wir schon unseren Froggy ins Winterquartier bringen.
Auch am letzte Tag scheint nochmal für uns etwas die Sonne und so brechen wir mit einem sehr guten Gefühl auf, der Heimweg auch recht entspannt, 5 Stunden ohne größeren Stau bis wir wieder daheim auf dem Sofa landen.
Fakten und Fazit:
Für Holland kein Schnäppchen, aber absolut preiswert: 27€ pro Nacht plus 3,90€ Touristensteuer, für das Gebotene absolut OK, im Hochsommer etwas teurer, aber wenn alle Blumen im Park blühen wahrscheinlich einfach traumhaft… Sanitär tippi toppi, klasse Aufenhaltsraum, Pizzeria „on prem“, kann man nicht meckern. Die Gegend sehr schön, viele Caches sind übrig geblieben, sehr gerne kommen wir nochmal hier her zurück, wenn es klappt…