Wieder einmal eine recht spontane Entscheidung, am Wochenende Campen zu fahren. Aber wohin? Inzwischen gibt es doch einige Webseiten, wo man online nach verfügbaren Plätzen suchen kann (camping.info, pincamp.de) und auf diesem nicht sehr hoch bewerteten Platz war sogar noch ein Seeblick-Platz verfügbar. Also gebucht, es sind ja weniger als 100km von Frankfurt, das macht die Sache sehr komot, und am Freitag nach dem Homeoffice Froggy startklar gemacht und los geht es! Eine knappe Stunde dauert es dann auch nur, bis wir den Platz in der Nähe von Giessen ereicht haben. Ein ehemaliger Baggersee in einer Schleife der Lahn, sehr viele Dauercamper im hinteren Bereich, der freundliche Rezeptionist zeigt uns unser (etwas enges) Plätzchen, den Seeblick kann man nicht leugnen.

Wir chillen ein wenig, umrunden dann einmal den Weiher. Ein Großteil der negativen Kritiken bezog sich auf vergammelte Wohnwagen in diesem Bereich, scheinbar wurde hier aber rigeros aufgeräumt: Vergammelt ist hier nichts (mehr), auch wenn es nicht unserem Idealbild von schönem Camping entspricht sind die dortigen Plätze doch ordentlich und gut besucht. Die etwa zehn Touristenplätze mit Seeblick waren wohl auch „schon immer“ OK, das Sanitärhaus sehr neu, ordentlich und sauber.

Am kleinen Restaurant (eher eine bessere Frittenbude) haben wir ein einfaches aber leckeres Abendessen (auch mit Seeblick), bevor wir den Abend vor Froggy ausklingen lassen.

Brötchen müssen wir am nächsten morgen vor 10 Uhr (Kritikpunkt!) am Büdchen abholen, aber das erspart natürlich die Radelei zum nächsten Bäcker.

Nach einem gechillten Frühstück machen wir uns mit den Rädern auf zu einer mittleren Radtour entlang der Lahn, wer uns kennt, der weiß: Ohne einige Caches unterwegs geht das gar nicht. Nette Strecke durch kleine Örtchen und u.a. an einem im englischen Tudor-Style erbauten Herrenhaus vorbei. Gut 30km sind es dann doch und kurz vor Ende gelingt uns sogar noch ein FTF (First to Find) an einem neuen Cache auf einer stillgelegten Bahntrasse.

Unsere Nachbarin wagt sich todesmutig in das eiskalte Wasser des Sees, als wir zurück kommen, wir ziehen die wohltemperierten Duschen dann doch dem Seewasser vor, bevor wir wieder im „Kormoran“ ein nettes Abendessen zu uns nehmen.

Am nächsten Morgen heisst es schon wieder Abschied nehmen, nach dem Frühstück packen wir zusammen und verlassen den Wissmarer See, um noch einige Stunden in der Nähe zu cachen (und uns mindestens 15 Zecken einzufangen, so krass haben wir das noch nie erlebt…)

Fakten & Fazit:

Der Platz war OK, kein Highlight, aber sicherlich gehobener Durchschnitt, mit 33,10€ pro Nacht aber dann doch etwas overpriced für das Gebotene. Brötchenservice, Restaurant am Platz, sehr neues Sanitär und dann auch noch Seeblick lassen sich die Pächter etwas kosten… Trotzdem hatten wir ein schönes Wochenende hier, selbst wenn wir in absehbarer Zeit nicht zwingend hierher zurück müssten!

Campingplatz Wissmarer See, Wettenberg, Lahn, 13.05.2022

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